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Eberhard Blum, 1985, 70 x 100 cm, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

      MITTWOCHABEND IM KUNSTMUSEUM | 12.12., 19 Uhr

       Neue Werke in der Sammlung des Kunstmuseums

Am zweiten Mittwoch des Monats gibt es die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und in lockerer Atmosphäre Gespräche über die Kunst und mit Künstler zu führen. Am 12. Dezember werden Werke des Künstlers und Musikers Eberhard Blum aus dem Sammlungsbestand des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen präsentiert.

 

     

Eberhard Blum, 1982, 70 x 100 cm, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Die beiden abgebildeten Graphitzeichnungen entstanden 1982 und 1983. Eigentlich hatte Eberhard Blum (geb. 1940) beschlossen, die Flöte mit 60 Jahren aus der Hand zu legen, nachdem er viele Jahre zum Kreis der bedeutendsten Instrumentalisten in der Neuen Musik zählte, aber wofür er jetzt nicht mehr ausreichend Energie zu haben meinte. So war er ab 1973 im Ensemble von Morten Feldman, der ihn gern ganz nach New York geholt hätte. Wie erwartet, gelingt es Blum nicht gleich, als Flötist auszuscheiden, aber er beginnt in dieser Zeit vermehrt Zeichnungen anzufertigen. Hierzu gehören diese beiden bemerkenswerten Blätter. Wie ein Musiker zur Zeichnung kommt und weshalb dahinter eine Logik steckt, das erfahren Besucher der Veranstaltung an zahlreichen Beispielen, die vor Kurzem in die Sammlungen des Kunstmuseums aufgenommen werden konnten. Besucher der aktuell laufenden Ausstellung AMBITUS. Kunst und Musik heute. haben sicherlich bereits den Zyklus „Letters for John Cage“ entdeckt, ebenfalls 10 Zeichnungen von Eberhard Blum, die auch schon in der Akademie der Künste in Berlin ausgestellt waren, deren Mitglied Blum war.

 

Beim Mittwochabend wird ein ganzes Konvolut interessanter Arbeiten von Eberhard Blum gezeigt. Wir laden herzlich zum Mittwochabend im Kunstmuseum am 12. Dezember um 19 Uhr ein.

Der Eintritt ist frei.

 

 

     STUDIERENDEN-TAG | 13.12.

Am Donnerstag, den 13. Dezember, ist Tag für Studierende im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen. Es werden kostenlose Führungen für Studentinnen und Studenten in der Ausstellung AMBITUS. Kunst und Musik heute angeboten: 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr

 

 

 

 

      Kunst zu Weihnachten: Sondereditionen

Zu Weihnachten etwas Besonderes verschenken? Die Sondereditionen der Künstlerinnen und Künstler Alicia Paz, Olaf Wegewitz und Maurizio Nannucci sind limitiert und signiert, sodass Sie etwas Individuelles und Spezielles verschenken können.

 

 

ALICIA PAZ The Garden of Follies: Die 1967 in Mexiko-Stadt geborene Künstlerin Alicia Paz lässt in ihren Gemälden Frauenfiguren auftreten, welche aus einer Melange von Stilmitteln und Motivfragmenten ein Rollenspiel mit schillernden Identitäten entwickeln. In der limitierten Edition erhält man die 30 cm hohe Figur zu ihrem Werk "Madama Butterfly" - von der Künstlerin nummeriert und signiert - inklusive Katalog.

Weitere Infos zu allen Sondereditionen im Museumsshop.

 

 

 

 

 

 

  

   

     Krypta der ehemaligen Klosterkirche wiedereröffnet

Weiterer wichtiger Sanierungsschritt

Die Sanierung der Krypta der Liebfrauenkirche des ehem. Klosters Unser Lieben Frauen, in dem sich heute das Kunstmuseum der Stadt Magdeburg befindet, ist abgeschlossen. Damit ist nun eines der bedeutendsten romanischen Architektur- zeugnisse des Hochmittelalters, die vor 1078 erbaute dreischiffige Krypta für die Öffentlichkeit zugänglich. Ermöglicht wurden die seit 2016 durchgeführten Sanierungsarbeiten aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur- und Medien (BKM). 

Neu für die Besucher ist auch die Möglichkeit, den Memorialraum mit der ursprünglichen Begräbnisstelle des hl. Norbert von Xanten in den Dimensionen des 17. Jahrhunderts zu erleben. Die Medienkunstinstallation NAM IN LOCO HOC von Martin Stefke und Friederike Drews lässt Leben und Wirken des einstigen Bischofs und Ordensgründers der Prämonstatenser an diesem Ort aus heutiger Perspektive lebendig werden.
Neu ist auch das Bodenkunstwerk des Malers und Grafikers Martin Assig, das eigens für den Ort der Vierung im Chor geschaffen wurde. Die Krypta ist seit dem 9. Oktober Teil des Besucherrundgangs des Kunstmuseums Kloster Unser Lieben Frauen.

 

 

 

     Neu in den Sammlungen

     Günter Fruhtrunk - Horst Bartnig

Zu Beginn dieses Jahres konnte die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Magdeburg die Grafikmappe "Sechs Serigrafien, 1967" von Günter Fruhtrunk und das Gemälde "24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben" von Horst Bartnig erwerben, um sie dem Kunstmuseum Magdeburg als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

 

                   

Abb.: Günter Fruhtrunk: Aus der Mappe: Sechs Serigrafien 1967, Farbserigrafie, 62 x 62 cm, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Günter Fruhtrunk (*1923 in München, † 1982 in München) gilt als maßgeblicher Wegbereiter in der Kunst ab den 1960er Jahren in Westdeutschland. Sein Gestaltungsmittel ist die Farbe, die er von jeglicher "Fremdbestimmung", von allen kulturell überlieferten oder individuellen Bedeutungen befreien will. Fruhtrunk ist einer der wichtigsten Vertreter abstrakt-konstruktiver Malerei in Deutschland und auch international anerkannt. Von 1967-1982 hatte er eine Professur an der Kunstakademie München.

 

 

      

Abb.: Horst Bartnig: 24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm, Foto: H.-W. Kunze

 

Horst Bartnig (*1936 in Militsch/Schlesien, lebt in Berlin) hat von 1954-57 an der Fachschule für Angewandte Kunst in Magdeburg studiert, danach als Bühnenmaler in Weimar und Berlin gearbeitet. Seine eigene künstlerische Konzeption entwickelt Bartnig neben dem offiziellen Kontext der Kunst in der DDR vollkommen autonom. Nachdem er 1975 seine variablen Systeme entwickelt, entstehen 1979 erste Computergrafiken und daraus 1984 das Prinzip der "unterbrechungen". Bartnig ist damit ein früher Vorreiter der Digitalisierung in der Gegenwartskunst und erhielt mehrfach Ehrungen für sein Schaffen.