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      Musik hinter verschlossenen Türen – Was geht da vor sich?

Der Künstler William Engelen möchte Ihre Erinnerungen an den Musikunterricht in seine Klanginstallation „Fräulein Grosch“ einbauen. Mal sehr witzig, mal traurig, mal heiter oder melancholisch – jedenfalls ganz persönliche Geschichten, die die Zuhörer auch auf eine Reise in die eigene Musikvergangenheit schicken.

 

Werden Sie Teil des Kunstwerks! Wir suchen erwachsene Bürgerinnen und Bürger aus Magdeburg und der Region, die über ihre Erlebnisse und Erinnerungen an ihre Klavierstunden in einem Gespräch mit William Engelen berichten möchten.

Nehmen Sie einfach Kontakt auf: Unter stephanie.milling@kunstmuseum-magdeburg.de oder 0391-5650226 beantworten wir gerne alle Fragen und besprechen alles Organisatorische. Die Aufnahmen sind für die zweite Julihälfte geplant, aber auch andere Termine sind möglich.

Zum Reinschauen: https://www.william-engelen.de/project/fraeulein-grosch/index.html

 

Die Klanginstallation „Fräulein Grosch“ entsteht für jeden Ort neu und ist Teil der Ausstellung „AMBITUS. Kunst und Musik heute“, die ab dem 8. September im Kunstmuseum und im Gesellschaftshaus als „Haus der Musik“ zu sehen sein wird: Eine Werkschau internationaler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler, die in ihren Arbeiten Schnittpunkte von Musik und Bildender Kunst erlebbar machen.

Wir freuen uns auf Ihre Geschichten!

 

 


 

 

     

 

Von Farbklängen und Musikbildern

     Auftaktkonzert zum Projekt AMBITUS. Kunst und Musik heute

Das Ensemble AuditivVokal aus Dresden gestaltete mit einem Wandelkonzert am 24. Juni einen schönen Auftakt zum Projekt "AMBITUS. Kunst und Musik heute". Das Projekt AMBITUS mündet in eine große Ausstellung im Kunstmuseum ab dem 8. September mit vielen internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie in einem Konzertprogramm im Gesellschaftshaus.

 

AMBITUS bezeichnet den Tonumfang oder die Tonspanne vom tiefsten bis zum höchsten Ton. Dies spiegelt sich am Konzertabend wider: Die Sängerinnen und Sänger von AuditivVokal bedienten sich einer enormen Spannweite an Tönen, sodass man als Zuhörer das Gefühl entwickelte, an diesem Abend das (Zu-)Hören neu gelernt zu haben. Beginnend inmitten der Sammlung des Museums in der Oberen Tonne, wandelten Musiker und Gäste durch das Foyer und den Kreuzgang in die einmalig geöffnete Baustelle der Klosterkirche. Vor der variationsreichen Kulisse des Kunstmuseums wurden den Zuhörern Werke von John Cage, Morton Feldman, Michael Edward Edgerton, Arne Sander, Amir Shpilman und Musik aus dem 13. Jahrhundert geboten.

 

Die Akkustik des ehemaligen Klosters mit dem Tonnengewölbe und dem Kirchenschiff unterstützte die Intensität der Stimme, insbesondere als das Publikum zum abschließenden Höhepunkt, in einem Kreis von AuditivVokal umgeben, den Klängen lauschen und das Trommefell vibrieren spüren konnte. Der beeindruckende Auftritt der Musikerinnen und Musiker mit Mittelalter- und Gegenwartsmusik entwickelte eine mitreißende Dramaturgie zwischen den Kunstwerken, den Räumen und den vielen Zuschauern und die Gehörorgane waren als körperlicher und emotionaler Botschafter der Töne gefragt.

 

Die Ausstellung "AMBITUS. Kunst und Musik heute" wird am 8. September 2018 um 18 Uhr eröffnet. Neben der Ausstellung im Kunstmuseum stehen im Rahmen von AMBITUS im Gesellschaftshaus Konzerte auf dem Programm und bei der Langen Nacht am 8. September wird der Water Walk entlang der Elbe zwischen dem Kunstmuseum und dem Gesellschaftshaus zum Höhepunkt der Verknüpfung von Kunst und Musik.

 

 

 

 

     Neu in den Sammlungen

     Günter Fruhtrunk - Horst Bartnig

Zu Beginn dieses Jahres konnte die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Magdeburg die Grafikmappe "Sechs Serigrafien, 1967" von Günter Fruhtrunk und das Gemälde "24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben" von Horst Bartnig erwerben, um sie dem Kunstmuseum Magdeburg als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen.

 

                   

Abb.: Günter Fruhtrunk: Aus der Mappe: Sechs Serigrafien 1967, Farbserigrafie, 62 x 62 cm, Foto: Kunstmuseum Magdeburg

 

Günter Fruhtrunk (*1923 in München, † 1982 in München) gilt als maßgeblicher Wegbereiter in der Kunst ab den 1960er Jahren in Westdeutschland. Sein Gestaltungsmittel ist die Farbe, die er von jeglicher "Fremdbestimmung", von allen kulturell überlieferten oder individuellen Bedeutungen befreien will. Fruhtrunk ist einer der wichtigsten Vertreter abstrakt-konstruktiver Malerei in Deutschland und auch international anerkannt. Von 1967-1982 hatte er eine Professur an der Kunstakademie München.

 

 

      

Abb.: Horst Bartnig: 24 unterbrechungen - quadrate in weiß, rechtecke in 4 farben, unterbrechungen - quadrate in schwarz, rechtecke in 4 farben, 20 große quadrate in 4 farben, Acryl auf Leinwand, 120 x 120 cm, Foto: H.-W. Kunze

 

Horst Bartnig (*1936 in Militsch/Schlesien, lebt in Berlin) hat von 1954-57 an der Fachschule für Angewandte Kunst in Magdeburg studiert, danach als Bühnenmaler in Weimar und Berlin gearbeitet. Seine eigene künstlerische Konzeption entwickelt Bartnig neben dem offiziellen Kontext der Kunst in der DDR vollkommen autonom. Nachdem er 1975 seine variablen Systeme entwickelt, entstehen 1979 erste Computergrafiken und daraus 1984 das Prinzip der "unterbrechungen". Bartnig ist damit ein früher Vorreiter der Digitalisierung in der Gegenwartskunst und erhielt mehrfach Ehrungen für sein Schaffen.

 

 

     

      ART ATTACK

Für Kinder und Jugendlich von 14 bis 18 Jahren

Kunst betrachten, darüber reden, diskutieren, philosophieren, selbst Dinge gestalten... 

 

ART ATTACK bietet euch unterschiedliche Möglichkeiten, das Museum kennen zu lernen, Künstler zu treffen, über Ausstellungen zu diskutieren oder einfach entspannt zusammen zu sein. 

Dabei soll es nie darum gehen, aus der Schule zu kommen und gleich wieder Schule zu erleben, sondern vielmehr darum, sich kreativ auszuleben, Neues auszuprobieren und vielleicht auch seinen künstlerischen und kulturellen Horizont zu erweitern.

ART ATTACK findet jede zweite Woche statt, mittwochs, von 17.00 - 19.00 Uhr, und ist natürlich kostenlos. Für Neugierige stehen die Türen immer offen. 

 

Hinweis: In den Sommerferien 2018 pausieren wir den Jugendtreff ART ATTACK. Stattdessen haben wir ein vielfältiges und buntes Ferienprogramm organisiert. Termine und Kurse findet ihr unter Veranstaltungen