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DIALOG - in der Ausstellung SEHT, da ist DER MENSCH,
mit Julian Röde
r | 27. September 2017 | 19.00 Uhr

Zur Begegnung mit dem Künstler und seinen außergewöhnlichen Fotografien laden wir Sie herzlich ein!

International bekannt wurde der Berliner Fotograf Julian Röder mit seiner Serie The Summits (2001-2008) über Proteste
während verschiedener G-8-Gipfel: Er dokumentierte die Ausschreitungen in Genua 2001 und Heiligendamm 2007.
Früher hatte er selbst zu den Protestierenden gehört. Inzwischen ist die Distanz zu den Globalisierungskritikern größer geworden. Die Sensibilität für soziale und politische Prozesse ist jedoch geblieben.
Der 1981 in Erfurt geborene Künstler ist in seinen fotografischen Arbeiten weiterhin den verborgenen oder offensichtlichen Mechanismen von Wirtschaft, Markt, Politik und Konsum auf der Spur. In der Ausstellung SEHT, da ist DER MENSCH ist seine 5-teilige Serie Human Resources zu sehen. Die auf internationalen Konsummessen entstandenen Fotografien zeigen Szenen, in denen die Personen einer Staffage gleichen, ähnlich einer Filmkulisse. Diese Irritation erreicht Röder, indem er nachträglich jegliche Verweise auf kommerzielle Werbung und Firmenlogos aus den Bildern entfernte und seinen Fokus auf die genormte Körpersprache richtet.

Im DIALOG stellt Julian Röder weitere seiner Arbeit vor.

Sie haben außerdem die Möglichkeit, den Katalog zur Ausstellung zu erwerben, der auch die 2016 in Leipzig gezeigte, gleichnamige Ausstellung umfasst.

 

 

DIALOG in der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“ –
mit Ginan Seidl

13. September 2017, 19.00 Uhr


Ginan Seidl, SPIN, 2017, Foto Hans-Wulf Kunze

 

Wir laden Sie hiermit herzlich zum DIALOG mit der Künstlerin Ginan Seidl ein.
Die Veranstaltung findet anlässlich der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“ statt.

 „Ich habe schon lange aufgehört nach Antworten zu suchen. Trotzdem finde ich sie überall. Sie sagen mir nichts. Rein gar nichts.“ heißt es im Film der Künstlerin.

Es ist ein Parcours der Bilder, Geräusche und gedanklichen Reflexionen, durch den Ginan Seidl in SPIN die Zuschauer führt. Alltag, Wissenschaft, Religion und Mythologie sind nur einige der Themenfelder, die aufgeschlagen werden.

Es geht jedoch nicht nur um Erklärungen, sondern vielmehr um die Suche nach dem Sinn des Seins und auch darum, nach dem Ursprung des Universums zu forschen. Die Suche danach und die Erklärungen darüber zeigen sowohl das Wagnis als auch die Begrenztheit im Verstehen dessen, worauf sich das Bestreben richtet. Die audiovisuellen Untersuchungen des Films zeigen darüber hinaus, dass es unterschiedliche Wahrnehmungsweisen gibt, so wie die Sinne Werkzeuge der Generierung von Wissen sind. Sie erscheinen als Katalysatoren zwischen Wissenschaft und Spiritualität. 

Immer wieder scheint der Film an den Ursprung zurückzukehren. Seinen Ausdruck findet das auch in den Rotationen, wie zum Beispiel im Tanz der Derwische oder der rasenden Kreisbewegung eines technischen Objekts. Ginan Seidl verbindet all dies in Form einer Collage. An deren Ende gibt es keine fertigen Antworten, sondern die Suche kann neu beginnen.  

Im Anschluss an den Film laden wir Sie zum Gespräch mit der Künstlerin ein. 

Der Film SPIN ist in der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“ noch bis zum 5.11.2017 zu sehen. Am 13.2. hatte er bei den Internationalen Film´festspielen in Berlin seine Weltpremiere. 

 

Ginan Seidl (*1984 in Berlin), lebt in Halle/Saale

 

 

 

OPEN SPACE EUROPE Magdeburg

15. September 2017, 19.30 bis 21.30 Uhr


Der offene Abend OPEN SPACE EUROPE bildet den Auftakt des Projektes „Wir sind Europa!“. Nach einer Begrüßung von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch treffen Sie auf Wissenschaftler, Kulturschaffende, Europa-Experten und Journalisten aus verschiedenen europäischen Ländern und diskutieren Sie mit ihnen, wer und was Europa aus Ihrer Sicht ausmacht: Europa — sind Sie das? Ist Magdeburg Europa? Was können Sie und die anderen Bürgerinnen und Bürger tun, um ein Europa „von unten“ aufzubauen?

 

Ausführliche Informationen finden Sie hier: Stiftung Zukunft Berlin

OPEN SPACE EUROPE Magdeburg
15. September 2017, 19.30 bis 21.30 Uhr
Foyer Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.

 

 


Der "Jahrhundertgitarrist" Uwe Kropinski (Süddeutsche Zeitung) und Ludwig Schumann gastieren im Kunstmuseum

 


Ludwig Schumann (links), Uwe Kropinski (rechts, Foto: Tilo Schöknecht)

 

Zur Eröffnung der Lesereihe des Verbandes deutscher Schriftsteller und des Kulturwerkes deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt


am Dienstag, dem 5. September, um 19.00 Uhr

 

Himmelsleiter 
Die kammermusikalische Fassung

Musik: Uwe Kropinski

Text: Ludwig Schumann

 

Die Eröffnung der Lesereihe des Verbandes deutscher Schriftsteller und des Kulturwerkes deutscher Schriftsteller Sachsen-Anhalt „Brücken schlagen –  vom Mittelalter zur Gegenwart“, beginnt mit dem Lesekonzert von Ludwig Schumann und Uwe Kropinski im Kunstmuseum Magdeburg anlässlich der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“

 

Eintritt (Abendkasse) –  6,00 Euro

 

Er zählt zu den Virtuosen seines Metiers, der Gitarrist Uwe Kropinski. Die taz bezeichnete ihn als den Hendrix der akustischen Gitarre. Zum Buch von Ludwig Schumann hat er eine Musik erfunden, die in ihrer Schroffheit, manchmal auch in geradezu berührender Weise, die Geschichte aufnimmt und vorwärtstreibt, oftmals halsbrecherisch, was die kaum glaubhafte Fingerfertigkeit des Gitarristen betrifft.
Im Buch erzählt ein Großvater, sonst ein schweigsamer Mann, seinem Enkel sein Leben. Geboren im Kaiserreich, als für ihn die Welt noch eine Ordnung hatte, zerbricht in der Folge des Ersten Weltkriegs diese Ordnung. Es folgen die Weimarer Republik, das Dritte Reich, der Zweite Weltkrieg, die Nachkriegszeit, das Leben in der DDR. Die Geschichte eines Jahrhunderts, erzählt in einem Leben, von einem Menschen, der sich weder als Opfer noch als Täter sieht, sondern sein Leben in und nach diesen Brüchen zu gestalten versuchte. Der Großvater erzählt, weil der Enkel ihm einst die Grabrede halten soll, um ihm auf diese Weise die Himmelsleiter zu bauen.

 

Ludwig Schumann, geboren 1951 in Erfurt, schreibt Erzählungen, Gedichte, Liedtexte, Sachbücher. Ausbildung zum Koch, Studium der Theologie / 1987 Hauptpreis des Lenné-Literaturwettbewerbs „Der Mensch in seiner Landschaft“ / 1989-1990 Teilnahme am Sonderkurs des Literaturinstituts „Johannes R. Becher“ in Leipzig / 2009 3. Preis des Deutschen Gartenbuchpreises / 3. Preis des Jugendbuchpreises des Landes Sachsen-Anhalt. Er lebt in Zeppernick, Stadt Möckern. www.togda.de/schumann/


Uwe Kropinski, geboren 1952 in Ost-Berlin, ist Komponist, Perkussionist, und einer der der bedeutendsten Gitarristen Deutschlands. 1970-1974 Studium der klassischen Gitarre und Jazzgitarre an der Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin / 1977-1986 Mitglied in verschiedenen Jazzformationen mit führenden Jazzmusikern Ostdeutschlands wie Conny Bauer / anschließend Solokonzerte, Quartette, Duos Tanzprojekte, Workshops / 1986 Umzug nach Nürnberg, 1987 Köln / 1993 Afrikatournee mit Michael Heupel / seit 1998 lebt und arbeitet er wieder in Berlin. www.kropinski.de

     Aufstellung der Skulptur von Alicia Paz

 

Am Montag, 21. August 2017, wurde die Skulptur Island of Dolls (Insel der Puppen) von Alicia Paz (MEX/US/FR, *1967 in Mexiko-Stadt, lebt in London) an ihrem Bestimmungsort imSkulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg aufgestellt. Am Sonntag, 27. August, um 17.00 Uhr wird diese zusammen mit der Skulptur For Other People, and Other Work (Für andere Leute und andere Kunstwerke) im Rahmen einer Eröffnungsfeier offiziell der Öffentlichkeit übergeben.

 

 

 

Fotos: Andreas Hornemann

 

 

      Sonntag, 27. August 2017, um 17.00 Uhr

     Eröffnungsfeier für die neuen Werke von Alicia Paz und
     Nathan Coley im Skulpturenpark des Kunstmuseums

in Anwesenheit der Künstler, es sprechen 

Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Minister für Kultur

Prof. Dr. Matthias Puhle, Beigeordneter für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg

Dr. Annegret Laabs, Leiterin Kunstmuseum

Uwe Gellner, Sammlungskurator

Programm: STEPS Dance Center Magdeburg

 

Pressetermin: Donnerstag, 24. August 2017, 11.00 Uhr

 

Nathan Coleys Beton-Skulptur For Other People, and Other Work im Skulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg. Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Die Skulpturen der mexikanisch-amerikanisch-französischen Künstlerin Alicia Paz und des Schotten Nathan Coley sind die ersten beiden im Rahmen eines Ideenwettbewerbes entstandenen und Anfang 2016 in einer Ausstellung als Entwürfe präsentierten Projekte, die nun umgesetzt werden konnten. Die Neuerungen wollen den Skulpturenpark des Kunstmuseums Magdeburg in die Gegenwart holen, ohne ihm seine Geschichte zu nehmen.

 

Nathan Coleys ortsspezifische Skulptur For Other People, and Other Work (Für andere Leute, und andere Werke) besteht aus einem Betonpodest, das eingefügt zwischen Bäumen und Mauerresten über dem Rasen zu schweben scheint. Mit seinem revolutionären Konzept der Bühnenskulptur bezieht sich Coley (UK, *1967 in Glasgow) explizit auf den öffentlichen Raum. Zwei Rechtecke, ineinandergefügt zu einer Fläche, definieren eine geometrische Konstruktion, die den Charakter des Parks als Ganzes widerspiegelt, als Ort der Kunstrezeption und Aufenthaltsort für Passanten wie auch Raum für weitere Skulpturen. Kunst wird benutzbar, der gewohnte Abstand zur Kunst schwindet hier konzep-tionell und ganz real.

 

Emaille-Gesichter und -Blätter von Alicia Paz für ihre Stahl-Beton-Skulptur Island of Dolls. Foto: Hans-Wulf Kunze

 

Mit ihrer ersten großen Außenskulptur Island of Dolls (Insel der Puppen) trägt Alicia Paz (MEX/US/FR, *1967 in Mexiko-Stadt) den Baum als ein zentrales Motiv ihrer Malerei zurück in den Garten und in die Landschaft, jedoch nicht als natürliches Element, sondern als Zeichen seiner selbst. Wie zwei ineinander verschränkte Leinwände fügen sich Flächen zusammen, deren zweidimensionale Frauengesichter sich aufeinander beziehen, sich jedoch nicht in den Raum hinein lösen. Die Früchte des Baumes sind bestehende, von Paz in Emaille neu interpretierte Bilder von Frauen aus allen Zeiten und Medien. Sie lassen Archetypen, keine konkreten Individuen erkennen und sind so offen für Assoziationen und Narrative.

 

 

 

 

 

 Mittwoch, 16. August 2017, um 19.00 Uhr

      Literatur aus dem Knast im Museum

Buchpremiere Der heilige Stolperer der TalentLos!Schreibwerkstatt der JVA Burg
am Mittwoch, 16. August 2017, um 19.00 Uhr im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg

unter der Schirmherrschaft von Herrn Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Minister für Kultur anlässlich der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“
Einlass ab 18.30 Uhr

 

Autoren in Haft sind aus den Nachrichten eher aus Ländern wie China bekannt, dafür ist es hierzulande – zumindest in Burg – möglich, erst im Gefängnis überhaupt zum Schriftsteller und Dichter zu werden. Seit bereits fünf Jahren besteht die TalentLos!Schreibwerkstatt der JVA Burg, die anlässlich der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“ am Mittwoch, 16. August, um 19.00 Uhr, im Kunstmuseum Magdeburg ihr nunmehr drittes Buch unter dem Titel „Der heilige Stolperer“ präsentiert. Begleitet wird die Lesung vom Kammerchor der Biederitzer Kantorei.

 

Initiiert wurde die Schreibwerkstatt von der evangelischen Seelsorgerin der JVA Burg, Frau Pastorin Jana Büttner, die die künstlerische Leitung Schriftsteller Ludwig Schumann (ehrenamtlich) übertrug. Drei Bücher und zwei Poesiehefte sind bereits entstanden, die jeweils begleitet von namhaften Musikern der Öffentlichkeit in der JVA Burg präsentiert wurden. Für die Vorstellung von Der heilige Stolperer, einer Sammlung von Gedichten und Erzählungen mit einem Nachwort von Konstantin Wecker, im Kunstmuseum konnten nun KMD Michael Scholl und der Kammerchor der Biederitzer Kantorei gewonnen werden. Die öffentlichen Lesungen und die Arbeit mit den Musikern ermöglichen den Häftlingen wichtige Begegnungen und Gespräche außerhalb des Gefängnisses. Geplant ist weiterhin die Entstehung des Poesiehefts Nr. 3 mit Gedichten zu ausgewählten Kunstwerken aus der Ausstellung „SEHT, da ist DER MENSCH“.

 

Die Schirmherrschaft für das gesamte Projekt hat Staatsminister Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt und Minister für Kultur, übernommen. Dank der Förderung durch den Evangelischen Kirchenkreis Elbe-Fläming, die Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Dessau-Loburg und die KulturVeste Loburger Land (in Gründung) konnte das Buch realisiert werden. Durch Verkauf und Sponsoring erwirtschaftetes Geld wird auf einem für die Schreibwerkstatt eingerichteten Konto beim Evangelischen Kirchenkreis Elbe-Fläming gesammelt und dient der Finanzierung der Buchprojekte. 

 

Zur Lesung mit Musik laden wir Sie und ihre Freunde recht herzlich ins Foyer des Kunstmuseums ein.